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Energie sparen mit Aufsparrendämmung

17.09.2013

Die Dämmung der Fassade beseitigt im Schnitt 20 bis 25 % der Wärmeverluste eines Gebäudes. Ein durchschnittliches Wohnhausdach trägt zu etwa 15 bis 20 % zu den Wärmeverlusten bei, besitzt jedoch viel weniger an Gebäudeumhüllungsfläche. Dies zeigt die Bedeutung von Sanierungsmaßnahmen am Dach.

Energie sparen mit Aufsparrendämmung richterfoto / iStock / Thinkstock

Energie sparen mit Aufsparrendämmung


Aufsparrendämmungen (direkt auf die Sparren)und Aufdachdämmungen (auf Dachschalung) sind Dämmlösungen auf dem Dach nicht nur zur Erzielung höherer Dämmdicken im KfW-Haus oder im Passivhaus. Sie finden vor allem auch in der energetischen Ertüchtigung von Wohngebäuden ihre Anwendung.

Die Dämmung der Fassade beseitigt im Schnitt 20 bis 25 % der Wärmeverluste eines Gebäudes. Ein durchschnittliches Wohnhausdach trägt zu etwa 15 bis 20 % zu den Wärmeverlusten bei, besitzt jedoch viel weniger an Gebäudeumhüllungsfläche. Dies zeigt die Bedeutung von Sanierungsmaßnahmen am Dach.

Zur Anwendung kommen alle druckfesten Dämmstoffe: Mineralwolle (Steinwolle), Holzweichfaser, Polystyrol und Polyurethan. Weniger gebräuchlich sind Dämmungen aus Phenolharz oder Schaumglas.

Im Neubau können die höheren Dämmdicken von Mineralwolle (Wärmeleitfähigkeit 040 und 035), Holzweichfaser (Wärmeleitfähigkeit ca. 045) oder Polystyrol (Wärmeleitfähigkeit bis 032) akzeptiert werden. Im Sanierungsfall muss jedoch öfter auf Dämmstoffe mit niedrigeren Lambda-Werten zurückgegriffen werden, da sich bei höheren Dämmdicken nicht nur Tragfähigkeitsprobleme (Mineralwolle, Holzfaser) ergeben können, sondern auch Anschlüsse und Detailbereiche Schwierigkeiten bereiten können. Hier kommen daher vermehrt Dämmungen aus Polyurethan mit Wärmeleitfähigkeit von 024 und sogar von 022 zum Einsatz.

Durchdringungen

Durchdringungen von Aufsparren- oder Aufdachdämmungen müssen je nach Ebene luftdicht, dämmend, wasserdicht oder regensicher sein. Deshalb sind alle Durchbrüche in dieser Ebene dauerhaft fugendicht auszuführen. Anschlüsse an Durchbrüchen werden mit Bauschaum ausgeschäumt, Schornsteinanschlüsse müssen mit einem mindestens 5 cm dicken Kragen aus nicht brennbaren Materialien ausgefüllt werden, wenn die Dämmung selbst brennbar ist. Dazu wird üblicherweise druckfeste Mineralwolle in einem Spalt um den Schornstein verfüllt. Und bei Wohndachfenstern werden Dämmzargen oder Dämmrahmen eingebaut.

Dämmstärken und die Ertüchtigung nach EnEV

Wird auf die Anforderung der EnEV 2009 mit U-Wert ≤ 0,24 W/(m2K) eine Verschärfung von ca. 30 % in der EnEV 2013 aufgerechnet, so könnte diese neue Anforderung für den Altbau bald im Bereich von 0,19 W/(m2K) liegen. Und denkt man langfristig, so gelten U-Werte im Bereich 0,14 W/(m2K) als sinnvoll. Die KfW fordert solche Werte bereits heute. Deshalb werden Aufsparren- und Aufdachdämmungen, gerade auch solche mit neuartigeren Dämmmaterialien, immer wichtiger.

Tabelle: Mögliche Dämmstoffdicken für zusätzliche Aufsparrendämmung bei vorhandener alter (Zwischensparren-)Dämmung


Steinwolle Holzfaser EPS PUR
EnEV 2009 160 mm 180 mm 160 mm 100–120 mm
EnEV 2013 180 mm 220 mm 180 mm 120–140 mm
KfW CO2 260 mm 300 mm 260 mm 160–180 mm

Aufsparren- und Aufdachdämmungen finden Sie in den SIRADOS-Daten in Neubau-Gewerk 1020 sowie in Altbau-Gewerk 1316 in folgenden Titeln:

  • 1020112 – Dämmung, Aufsparrendämmung
  • 1316425 – Dämmung auf Sparren